Im Osten geht das Kino auf – vier Künstler:innen bespielen das Kino der Jugend,

Plakat Im Osten geht das Kino auf
Di., 14.09.2021 - 11:14 von Matthias Werner
Stadtgebiet
Osten

Akteur(e)
Kino Fortuna
Künstler
Kunst&Kultur
bildende Kunst

Nach der erfolgreichen Konzeptvergabe 2020 und einer Schlüsselübergabe im März 2021 startet der FORTUNA – Kino der Jugend e. V. sein erstes Projekt. Für die ersten künstlerischen Expeditionen in den lang verschlossenen Raum wurden in einem Open Call vier Künster:innen ausgewählt, die bis Ende Oktober den Ort bespielen.

 

Lucian Patermann – Der historische Neuanfang / Foto: Hagen Wiel
Lucian Patermann – Der historische Neuanfang / Foto: Hagen Wiel

 

Den Anfang machte im Zeitraum 14.-28. August Lucian Latermann: Er beleuchtete den dunklen Saal mit einer Videoinstallation, in welcher die alten Wände mittels sich bewegender Lichtflächen zu einem abstrakten Gemälde transformiert wurden. Die Spuren der Zeit wurden zu einer Art Tanz gebeten und zu Bausteinen neuer Bewegung zerlegt. Begleitet von Textfragmenten (in Bild und Ton) entstand in der Weite des Lichtspielhauses ein erster Ausblick auf dessen Zukunft. Diese führte dann erstmals wieder heraus aus dem Saal und hin zum Eingangsbereich des Gebäudes. Dort am ehemaligen Portal entstand die zweite künstlerische Intervention, als ein während der Ausstellungszeit fortlaufendes Projekt. Wie das berühmte weiße Blatt, wartet hier ein vor die zugemauerten Türen gesetztes neues Portal, ganz in weiß. Es soll das Portal des Anfangs werden und Stück um Stück die Stimmen versammeln,

 

Installation von Nike Kühn
Installation von Nike Kühn

 

Seit dem 4. September hat Nike Kühn hat in der Fortuna einen Bunker eingerichtet. Das Projekt Safe House ist das Ergebnis ihrer Auseinandersetzung mit der Prepper-Szene. Ein Element der Installation ist der Japanische Staudenknöterich, eine invasive Pflanzenart welche auch auf dem Grundstück der Fortuna wächst. Das Gewächs ist beliebt als pflanzliche Notnahrung unter Survivel Expert_innen. Seine Ausbreitung ist nicht zuletzt Resultat der Klimakatastrophe, da er mit ihren Folgen besser zurechtkommt als heimische Pflanzenarten. Kühns Installation kann noch bis zum 18. September jeden Donnerstag von 18-20 Uhr und jeden Samstag von 14-16 Uhr betrachtet werden.

 

Das künstlerische Programm setzt sich so fort: