SUPERBLOCKS Leipzig e.V.

Hildegardstraße 51
04315 Leipzig
Deutschland

Volkmarsdorf (Ost)

Osten
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Ariane Jedlitschka
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Vereinsvorstand

Neue Nähen – SUPERBLOCKS Leipzig

 

Mehr Grün, weniger Verkehr, mehr Lebensqualität – das Projekt hat zum Ziel, das Quartier an der Eisenbahnstraße im Leipziger Osten in einen „Superblock“ zu verwandeln. Der Stadtteil soll sich künftig durch ein grün-blaues Netz fußgängerfreundlicher öffentlicher Räume sowie Fahrrad- und Spielstraßen auszeichnen, in denen sich die Nachbarschaft trifft und austauscht.

 

Idee und Ziele

 

Ausgehend von der Idee des „Superblocks” aus Barcelona reagiert das Projekt auf die spezifischen Herausforderungen dicht besiedelter und sozial gemischter urbaner Quartiere. Da sich die Menschen während der Pandemie stärker auf ihr direktes Lebens- und Wohnumfeld zurückziehen mussten, ist der Bedarf nach einer nachhaltigen „Stadtentwicklung im menschlichen Maßstab” gestiegen. Miteinander, vernetzt, vielfältig – über urbane Interventionen soll der öffentliche Raum in den Stadtteilen Neustadt-Neuschönefeld und Volkmarsdorf neu gedacht und erlebt werden – insbesondere als wohnungsnaher Grün- und Freiraum für vielfältige, auch nichtkommerzielle Nutzungen und Aneignungen. Der Straßenraum, der aktuell überwiegend für den Autoverkehr vorgehalten wird, soll im Projekt für den Aufenthalt und die Mobilität aller, die Gesundheitsvorsorge und Klimafolgenanpassung sicht- und nutzbar gemacht werden. Die Idee des resilienten Stadtumbaus kann nur gemeinsam mit den Menschen gelingen, die darin leben. Die Initiatorinnen und Initiatoren sehen die Menschen in den Nachbarschaften und solidarischen Gemeinschaften als wichtige Basis für urbane Resilienz, die über das Projekt und ihre Teilhabe in der Quartiersentwicklung praktisch gestärkt werden sollen.

 

Projektträger

 

SUPERBLOCKS Leipzig e.V.

Themenfeld

  • staedtebau-und-oeffentlicher-raum
  • sozialer-zusammenhalt
  • mobilitaet
  • koproduktion

     

Umsetzung

 

Mit der Gründung des SUPERBLOCKS Leipzig e.V. wurde eine Basis für die ko-produktive Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft geschaffen. Gemeinsam mit den anliegenden Nachbarschaften und den Projektpartnerinnen und Projektpartnern entwickelt das Kernteam eine Ko-Produktionsstrategie, über die sowohl Stakeholder aus Politik und Verwaltung nachhaltig eingebunden werden als auch eine niederschwellige Beteiligung der Menschen im Quartier ermöglicht wird. Dabei spielt der zu installierende Projektbeirat eine herausragende Rolle, da dort die verschiedenen Sach-, Fach- und Planungsebenen zusammentreffen.
Es finden innovative Mitmach-Aktionen als urbane Interventionen statt, die über Beteiligungsformate und in Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Plus X e.V., dem Helden wider Willen e.V., dem ADFC und anderen Interessierten phasenübergreifend erprobt werden. Die Aktionen reichen von einem mobilen Baubüro, über Straßenstammtische, urbane Interventionen, Straßenschulen und Mitmachforen bis zu dem transkulturellen Format MULTIKULTI – Kulturkiosk.
Alle Phasen der Prozessentwicklung – Projektteile, Aktivierung der Bürgerschaft, Evaluation etc. – sollen in eine umfassende Dokumentation münden. Sie soll als Praxishandbuch dienen, um weitere Projekte zur Verstetigung der Entwicklung von „Leipziger Superblocks” anzustoßen.


Neue Nähen - SUPERBLOCKS Leipzig
Pilotprojekt "Post-Corona-Stadt"
gefördert durch das
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik